Sonntag, 10. Januar 2010


Ein männlicher Briefmark

Ein männlicher Briefmark erlebte
was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.

Joachim Ringelnatz

Freitag, 8. Januar 2010

Wir lassen Vaduz hinter uns und fahren in die Berge. Bald haben wir die Schneegrenze und Malbun erreicht.





Donnerstag, 7. Januar 2010

Wir schauen uns in Vaduz um, der Haupstadt Liechtensteins. Die Stadt wirkt merkwürdig steril und leblos trotz der zerrissenen, dynamischen Pferdeskulupturen - warum wohl? Und über allem thront das Schloss des Fürsten.





Mittwoch, 6. Januar 2010


Am nächsten Tag herrscht im schweizerischen Haag mystische Stimmung.


Die robusten Pferde schäkern ein wenig - von der Stimmung völlig unbeeindruckt.





Montag, 4. Januar 2010



Aber nicht nur die imposanten Bäume bekommen auf dem Heidiweg in der Schweiz unsere Bewunderung. Ebenso viel Aufmerksamkeit schenken wir den bescheidenen, versteckten Schönheiten am Wegesrand.






Sonntag, 3. Januar 2010


In der Schweiz wandeln wir auf den Spuren von Heidi und bestaunen ehrfürchtig die alten Bäume.







Samstag, 2. Januar 2010


Der Glückwunsch

Ein Glückwunsch ging ins neue Jahr,
ins Heute aus dem Gestern.
Man hörte ihn silvestern.
Er war sich aber selbst nicht klar,
wie eigentlich sein Hergang war
und ob ihn díe Vergangenheit
bewegte oder neue Zeit.
Doch brachte er sich dar, und zwar
undeutlich und verlegen.

Weil man ihn so nicht ganz verstand,
so drückte man sich froh die Hand
und nahm ihn gern entgegen.

Joachim Ringelnatz